Obstbau

Pflanzenschutzsituation in Deutschland

Lüdinghausen, 02. September 2014. Das Angebot an zugelassenen Pflanzenschutzmitteln für den Einsatz im Erwerbsobstbau ist nach Meinung von fast zwei Dritteln der Obstbauern in Deutschland nicht ausreichend. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Agrarmarktforschungsinstituts Kleffmann Group. Insbesondere fehlt es den Befragten zufolge an Mitteln gegen Wanzen (29 Prozent), Blutläuse (27 Prozent) und Schorf (18 Prozent), sowie an Alternativmitteln zur Vermeidung von Resistenzbildungen (22 Prozent).
Vor allem im Apfelanbau sehen 80 Prozent der Befragten, die die Auswahl an Pflanzenschutzmitteln bemängeln, großen Bedarf. Bei knapp einem Drittel dieser Obstbauern sind Äpfel die einzige bzw. flächenmäßig größte Obstkultur.

Pflanzenschutzvorschriften in Deutschland zu streng?
Die Pflanzenschutzvorschriften in Deutschland halten 38 Prozent der Studienteilnehmer für zu streng. Gründe hierfür sind unter anderem, dass die Vorschriften praxisfremd seien, die Gewässerauflagen nicht einzuhalten seien und dass Obst aus Ländern importiert werden dürfe, deren Auflagen nicht den deutschen Standards entsprechen. Knapp die Hälfte der befragten Obstbauern hingegen hält die Pflanzenschutzvorschriften für nicht zu streng, wobei der Anteil derer in Ostdeutschland höher als im Westen ist.

Informationsquellen
Fast alle der befragten Obstbauern (96 Prozent) informieren sich zur Saison über neue Pflanzenschutzmittel. Dabei stellen Fachzeitschriften die Hauptinformationsquelle dar (60 Prozent), gefolgt von Datenbanken (26 Prozent) und Internetrecherche (22 Prozent). Ein Fünftel der Befragten tauscht sich darüber mit Berufskollegen aus. Unter den Fachzeitschriften ist die Zeitschrift „Obstbau" die am häufigsten genannte Quelle (76 Prozent), „Obst und Garten" nennen 25 Prozent. 


Über die Kleffmann Group

Die Kleffmann Group ist das weltweit führende Marktforschungsunternehmen für den Agrarsektor. Gegründet im Jahr 1990 beschäftigt die Unternehmensgruppe heute über 350 Mitarbeiter, darunter 50 im Hauptsitz am Standort Lüdinghausen. Mit 17 internationalen Niederlassungen in Asien, Australien, Europa und Südamerika bietet das Full-Service-Institut  ein umfassendes Portfolio an AMIS Panelstudien (Agricultural Marketing Information System) sowie Ad Hoc Marktforschungslösungen in über 70 Ländern der Welt. Ein Team aus rund 3.000 Experten erhebt in Telefon-, Online- und Face-to-Face-Interviews mit Landwirten Daten zu agrarfachlichen Themen – bspw. zum Einsatz von Betriebs- und Pflanzenschutzmittel, Saatgut, Tierhaltung oder Landmaschinen.

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