Rückgang der italienischen Maisfläche setzt sich fort

Seit 2012 ist die Maisfläche in Italien um 29% zurückgegangen und liegt derzeit bei 823.000 ha. Mit einem Rückgang von 38% seit 2012 ist insbesondere die Körnermaisfläche betroffen, wohingegen die Silomaisproduktion lediglich um 10% abgenommen hat. Dementsprechend liegt die Körnermaisfläche 2015 bei 508.000 ha und die Silomaisfläche bei 315.000 ha. Die Kleffmann Group führt die Panel-Studie im Mais Saatgut bereits seit 1994 durch und befragt jährlich ca. 1000 italienische Landwirte. Die italienische Maisfläche unterlag in den letzten 20 Jahren starken Schwankungen und ist derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 1994.

Neben der allgemeinen Flächenveränderung wird auch der Strukturwandel anhand der Anbauflächen deutlich. Besonders bei kleinen Betrieben ist die Maisfläche rückläufig. 2012 waren es noch 27% der Maisfläche, die von Betrieben mit weniger als 20 ha Anbaufläche angebaut wurden. Diese Betriebe machten 2014 nur noch 4% der Maisfläche aus. Dagegen stieg der Anteil auf größeren Betrieben mit mehr als 200 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche von 9% auf 37%.

Zurückzuführen ist die Abnahme der Flächen auf einen Niederschlagsrückgang während der Wachstumsperiode in einigen Regionen, der eine Bewässerung der Pflanzen notwendig macht und damit die Profitabilität des Maisanbaus in Frage stellt. Hinzu kommen sinkende Erträge, aufgrund der mangelnden Niederschläge sowie schlechte Marktpreise für Mais. Der Rückgang im Mais wird durch Durum Weizen und Sorghum aufgefangen. Der größte Anstieg ist allerdings im Sojaanbau zu verzeichnen mit einem Zuwachs von 102% der Anbaufläche seit 2012. Für die Saison 2016 erwartet die Associazione Italiana Sementi einen weiteren Rückgang der Maisanbaufläche in Italien.

 

Quelle:

Kleffmann Group, amis®seed, Maize Panel Italy 2012-2015, https://www.kleffmann.com/

Associazione Italiana Sementi, http://www.sementi.it/comunicato-stampa/416/giornata-mais-bergamo-2016

 

Autor:

Kira Meiß

Junior Project Manager AMIS

Kleffmann Group