Dzień dobry

Meine drei Wochen im Nachbarland Polen.

Im Zuge meiner Ausbildung und der Zusatzqualifikation für Internationales Marketing und Außenhandel, hatte ich die einmalige Gelegenheit ein Auslandspraktikum zu machen. Dank der Unterstützung des Erasmus+ Programms und meines Arbeitgebers, der Kleffmann GmbH, konnte ich für drei Wochen Teil des polnischen Ad Hoc-Teams sein und meine polnischen Kollegen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Ich bin zum ersten Mal alleine in ein anderes Land gereist und war im Vorhinein etwas nervös, weil ich nicht genau wusste, was mich vor Ort erwarten würde. Ich hatte jedoch das Glück die polnischen Kollegen bereits vor meinem Praktikum auf unserem Regional Integration Meeting kennenzulernen. Dies hatte auch den Vorteil, dass ich von der Veranstaltung aus direkt zusammen mit den Kollegen nach Poznań fahren konnte und somit auf der Busfahrt schon ausreichend Gelegenheit hatte mich mit den neuen Kollegen zu unterhalten und den Ablauf der kommenden Tage zu besprechen.

Am Morgen nach meiner Ankunft hat mich ein Taxi vom Hotel abgeholt und direkt zur Filiale gebracht. Dort angekommen hat der Leiter des Marktforschungs-Teams, Michal, mich zunächst durch das Büro geführt und mir die weiteren Kollegen vorgestellt, die nicht an dem Regional Integration Meeting zuvor teilnehmen konnten. Nach dem Rundgang und einer kurzen Einführung in die Betriebsabläufe ging es dann auch schon an die Arbeit.

Bereits beim Regional Integration Meeting hatte ich die Gelegenheit zusammen mit zwei Kolleginnen einen Workshop zum Thema „Datenvisualisierung mithilfe von Infographics“ zu gestalten. So bestand meine Hauptaufgabe in Polen darin, Templates für Infographics zu erstellen. Diese sollten hauptsächlich dazu dienen, die Ergebnisse einer Studie für das Management kurz und prägnant zusammenzufassen. Dabei habe ich sowohl Templates für das Ad Hoc-Team als auch für das AMIS-Team erstellt. Des Weiteren habe ich Ideen zu innovativen Darstellungen und grafischen Datenaufarbeitungen entwickelt und umgesetzt.

Neben der Arbeit hatte ich selbstverständlich auch die Möglichkeit mir die Sehenswürdigkeiten von Poznań anzuschauen, meine Kollegen besser kennenzulernen, etwas Polnisch zu lernen (nicht viel, aber immerhin etwas) und den Kollegen im Gegenzug etwas Deutsch beizubringen. Besonders viel Spaß hatte ich beim gemeinsamen Bowling und beim Croissant-Workshop im Rogalowe Muzeum Poznania. Auch die Posener Altstadt ist mit der alten Stadthalle, auf der pünktlich zur Mittagsstunde zwei Ziegenböcke kämpfen, auf jeden Fall einen Besuch wert.

Neben zahlreichen interkulturellen Erfahrungen und schönen Erinnerungen, nehme ich insbesondere die Erkenntnis mit, dass Deutsche generell schneller gestresst zu sein scheinen. Die Menschen in Polen scheinen deutlich gelassener und geduldiger zu sein, sowohl im täglichen Leben als auch im Umgang mit Herausforderungen im persönlichen oder beruflichen Leben. Sie wissen häufig besser mit stressigen Situationen umzugehen ohne dabei die Fassung zu verlieren. Ich hoffe, dass ich etwas von dieser Gelassenheit für mich mitnehmen konnte und zukünftig auch umsetzen kann.

Zu guter Letzt möchte ich mich bei meinen polnischen Kollegen dafür bedanken, dass ich Teil ihres Teams sein durfte, sie mich so freundlich aufgenommen haben und dass sie mir die Sehenswürdigkeiten und Annehmlichkeiten Poznańs gezeigt haben.

 

Für mehr Eindrücke meines Praktikum: http://europa.lernbar-mwbk.de/?page_id=5278